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Chancengleich in NÖ Wirtschaftsparks

Standortoptimierung beim Ausbau eines Wirtschaftsparks im ländlichen Raum sowie bei der Restrukturierung eines Wirtschaftsparks im urbanen Wiener Umland im Hinblick auf Chancengleichheit von Männern und Frauen.

Winter 2003/04 März 2005 Frühjahr 2006 Herbst 2006 Herbst 2007

Impulse aus der Praxis

Vergabe

Einrichtung einer NÖ Projektsteuerungs-
gruppe

Grundlagenerhebung, Analyse vorhandener Daten

Erster Zwischenbericht

Workshop
Verwaltung 1

Workshop
Regionale Gruppe Wolkersdorf 1

Regionale Fachkonferenz

Präsentation der Toolboxen

Zeitleiste


Impulse aus der Praxis

Frauen – vor allem wenn sie über eine gute Ausbildung verfügen - haben in und rund um  Wolkersdorf wenige Chancen, einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Der Wunsch, diese Situation zu verbessern, motivierte Vizebürgermeisterin Anna Steindl, mit dem Frauenreferat Kontakt aufzunehmen.

Idee und Ziele:

  • Idee: mehr qualifizierte Arbeitplätze für Frauen
  • Projektziel: Aufzuzeigen, wie dieser Bedarf bei der Erweiterung des Wirtschaftsparks berücksichtigt werden kann
  • Konkrete Impulse für die Gestaltung des Wirtschaftsparks und seines Umfelds aus der Chancengleichheitsperspektive zu definieren und bei der Umsetzung gegebenenfalls zu unterstützen
  • Anhand des Beispiels Wolkersdorf aufzuzeigen, wie Raumplanung, Wirtschaftsförderung etc. Strukturen schaffen, die die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen verbessern oder verschlechtern

Die Betreiberin des Wirtschaftsparks Wolkersdorf, die  ecoplus Wirtschaftsagentur Niederösterreich, brachte das  IZ NÖ Süd in das Projekt ein. Auch dort sind die Beschäftigungssituation und der Berufs(wieder)einstieg von Frauen ein Thema.

Idee und Ziele:

  • Bei der Umstrukturierung des IZ NÖ-Süd die besonderen Bedürfnisse von Frauen und Männern aufzuzeigen und zu berücksichtigen
  • Konkrete Impulse für die Umstrukturierung zu definieren und bei der Umsetzung gegebenenfalls zu unterstützen
  • Anhand des Beispiels IZ NÖ-Süd aufzuzeigen, wie Raumplanung, Wirtschaftsförderung etc. Strukturen schaffen, die die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen verbessern oder verschlechtern

Die Erweiterung des Wirtschaftsparks in  Wolkersdorf – Kurzcharakteristik

  • 1979: Einrichtung eines 28 Hektar großer Wirtschaftsparks
  • 16 Unternehmen, darunter große Betriebe der Nahrungsmittelindustrie wie Manner, Ölz oder Kotanyi
  • ca. 660 Beschäftigte
  • Erweiterung um 35 Hektar
  • Bau der Aufschließungsmaßnahmen der Infrastruktur: Sommer 2004
  • erste Ausbaustufe: 2005
  • Aufschließungsvereinbarung Gemeinde – ecoplus: Bevorzugte Ansiedlung von technologie-orientierten Klein- und Mittelbetrieben sowie Betrieben der Lebensmittelindustrie

Die Restrukturierung des Industriezentrums NÖ Süd - Kurzcharakteristik

  • Gründung 1959 durch ecoplus
  • knapp 10.000 Beschäftigte
  • 248 Betriebe
  • ursprüngliche Besiedelung durch Industriebetriebe bis 1980
  • Ausbau von Lagerhaltung und Logistik in den folgenden Jahren
  • weiterer Veränderungsprozess: Betriebe schrumpfen, der Bedarf an Lagerflächen verringert sich, verstärkte Ansiedlung kleinerer Unternehmen der Dienstleistungsbranche
  • September 2004: ecoplus eröffnet mit dem NÖ Hilfswerk als Betreiber die private Kinderbetreuungseinrichtung Izibizi für Kinder im Alter von 18 Monaten bis 6 Jahren im IZ NÖ-Süd

Vergabe

Nach der öffentlichen Ausschreibung erhielt  Joanneum Research den Auftrag zur Projektumsetzung. Birgit Woitech als Projektleiterin wird von zwei Expertinnen und Wissenschaftlerinnen unterstützt: Elisabeth Aufhauser (Institut für Geographie und Regionalforschung / Regionalökonomin) und Brigitta Hemmelmeier-Händel (BOKU / Landschaftsplanerin).

 zu den Kontaktdaten

Einrichtung einer NÖ Projektsteuerungsgruppe - Mai 2005

Die NÖ Projektsteuerungsgruppe hat vor allem eine beratende Funktion für das Projektteam. Darüber hinaus stellen die Mitglieder wichtige  MultiplikatorInnen für das Projekt bei den einzelnen Zielgruppen dar.

Mitglieder:

  • Anna Steindl – Vizebürgermeisterin von Wolkersdorf
  • Fred Kornher – Manager der Wirtschaftsparks, ecoplus
  • Hubert Trauner – NÖ Dorf- und Stadterneuerung, Raumplaner, Amt der NÖ Landesregierung
  • Irma Priedl – Wirtschaftsförderung, Amt der NÖ Landesregierung
  • Thomas Lechner – NÖ Landesakademie
  • Maria Rigler – Frauenreferentin, Amt der NÖ Landesregierung, Projektleiterin
  • Sabine Hilbert – Öffentlichkeitsarbeit, Amt der NÖ Landesregierung

Grundlagenerhebung, Analyse vorhandener Daten - Dezember 2005

In der ersten Projektphase wurden

  • bestehende Planungsdokumente und Strategiepapiere gesichtet und
  • auf ihre Relevanz für Chancengleichheit untersucht
  • sowie vorliegende Daten analysiert und aufbereitet,
  •  Begehungen der vorhandenen Wirtschaftsparks vorgenommen und dokumentiert.

Ziel war,

  • das komplexe Feld der Standortentwicklung konkreter zu fassen,
  • relevante AkteurInnen zu identifizieren und
  • Schnittstellen zwischen den angesprochenen Politikbereichen sichtbar zu machen,
  • eine fundierte Bestimmung der regionalen Ausgangslage in den beiden Wirtschaftsparks.

Dies ist für den weiteren Prozessverlauf notwendig, da nur auf dieser Basis konkrete Ansatzpunkte für die Umsetzung von Gender Mainstreaming herausgearbeitet werden können.


Chancengleich in NÖ Wirtschaftsparks

Erster Zwischenbericht

Der erste Zwischenbericht fasst die Ergebnisse der ersten Projektphase zusammen, also Daten und Befunde zu

(1) Standortentwicklung in Niederösterreich
(2) Regionale Ausgangslagen
(3) Bewertung vorliegender Ergebnisse und Schlussfolgerungen

Workshop Verwaltung 1 - März 2006

Am 2. März 2006 lud das Projektteam zu einem halbtägigen Workshop (  Zusammenfassung als PDF) im Amt der NÖ Landesregierung, um die ersten Ergebnisse der Analysen zu diskutieren. VertreterInnen der Geschäftsstelle für EU Regionalpolitik, der Abteilung für Raumordnung und Regionalentwicklung sowie der Abteilung Raumordnungsrecht lieferten wertvolle Beiträge. Weiterer Input von ExpertInnen (RegionalberaterInnen, Amtsachverständiger Örtliche Raumordnung) wurde in Interviews im Anschluss an den Workshop gewonnen.

Standortentwicklung ist ein mehrdimensionaler Prozess, in dem vielfältige Zielsetzungen verfolgt und verschiedene Strategien in Einklang gebracht werden müssen:

  • Wie gestaltet sich Standortentwicklung bzw. Betriebsansiedlung aus Sicht der übergeordneten Landesebene?
  • Welche strategischen (und operativen) Inhalte sowie Zielsetzungen werden verfolgt, was sind Leitfunktionen und Grundlagen?
  • Was ist im Sinne einer Optimierung aus Genderperspektive wichtig und notwendig zu berücksichtigen?

  Präsentation als PDF

Workshop Regionale Gruppe Wolkersdorf 1 - 6. April 2006

Die Diskussionsveranstaltung auf der kommunalen Ebene soll sichtbar machen, wie der derzeitige Wirtschaftspark genutzt wird und wie die geplante Erweiterung bestmöglich – und im Sinne der Chancengleichheit – für die Gemeinde genutzt werden kann. Die Veranstaltung soll ein erster Anstoß sein, aus dem sich eine regionale Gruppe entwickeln soll, mit der auch weitergearbeitet werden kann.

Am Standort Wolkersdorf waren das Engagement der Gemeindeverwaltung und das Interesse der Bevölkerung ausschlaggebend für die Initiierung des Projekts GenderAlp! in Niederösterreich. Von Anfang an stand daher fest, dass interessierte BürgerInnen der Region in das Projekt eingebunden werden sollen.

Am Diskussionsabend am 6. April 2006 im Kultursaal in Obersdorf (Wolkersdorf) nahmen ca. 30 interessierte BürgerInnen bzw. MandatarInnen aus der Gemeinde und der Region teil. Zielsetzungen des Abends waren: 

  • einen Überblick über Inhalte und Ziele des Projekts GenderAlp! zu vermitteln und Feedback zu bereits vorliegenden Ergebnissen einzuholendas
  • regionale Wissen zu sammeln und in das Projekt einfließen zu lassen, um damit die Projektziele noch präziser formulieren zu können,
  • interessierte AnsprechpartnerInnen vor Ort kennen zu lernen
  • und schließlich mit diesen eine regionale Gruppe, die den weiteren Prozess begleiten soll, aufzubauen.

  Zusammenfassung der Diskussion, sowie Ergebnisse als PDF

  Präsentation der ExpertInnen als PDF

 

Regionale Gruppe Wolkersdorf - 14. Juni 06 Workshop: Von der Theorie in die Praxis

An einem der ersten schönen Vorsommerabende fand im Wolkersdorfer Rathaus der zweite Workshop der regionalen Gruppe statt. Das Projektteam hatte zuvor alle   Ergebnisse zusammengefasst und Fragestellungen für vier Arbeitsgruppen formuliert:

  •     Arbeitsgruppe 1: Wolkersdorf arbeitet im Wirtschaftspark.
    Wie können Arbeitsplätze für die regionale Bevölkerung geschaffen/gesichert werden?
  •            Arbeitsgruppe 2: „Rund um Wolkersdorf“ versorgt den Wirtschaftspark.
    Wie kann das regionale Betriebsangebot für den Wirtschaftspark attraktiv gemacht bzw. genutzt werden?
  •             Arbeitsgruppe 3: Unser Nachwuchs im Wirtschaftspark.
    Wie können/sollen die bestehenden Angebote für Kinderbetreuung ergänzt werden und wie kann eine solche Infrastruktur gestaltet sein?
  •             Arbeitsgruppe 4: Chancengleiches Wolkersdorf: Mit unserem Angebot zu Ihrem unternehmerischen Erfolg.
    Wie können Betriebe geholt werden? Welche Angebote sind vorstellbar?

Da einerseits weniger Personen anwesend waren und an der Diskussion Teilnahmen, andererseits die TeilnehmerInnen keine klare Präferenz für ein Arbeitsgruppenthema äußerten, diskutierten die Anwesenden unterschiedliche Lösungsvorschläge ohne eine exakte Zuordnung zu einer der Arbeitsgruppen.

Die Ansätze reichten von der Integration von Infrastruktureinrichtungen – z.B. Apotheke, Fitnesseinrichtung oder Ärztezentrum – in den Wirtschaftspark bis zur Organisation der angesiedelten Unternehmen in einer Interessensgemeinschaft. Auch mögliche Beratungsangebote für Mädchen oder Frauen bezüglich Berufswahl im oder durch den Wirtschaftspark bzw. ein Profil von Wolkersdorf als Unternehmensstandort wurden angesprochen.

 

In der Diskussion wurde immer wieder deutlich, dass sich ein solcher Prozess - mehr Chancengleichheit in einen Wirtschaftspark einzuführen - über einen langen Zeitraum erstreckt und durch viele, noch nicht vorhersehbare Faktoren beeinflusst wird. Die Arbeitsgruppe in Wolkersdorf kann und soll ihre Wünsche und Vorstellungen formulieren, die Umsetzung   - sowie die notwendigen Kompetenzen und Ressourcen - liegt jedoch außerhalb des Projekts GenderAlp! und daher auch nicht beim Projektteam.

 

In den nächsten, für den Herbst fixierten Terminen wird es die Aufgabe der regionalen Gruppe Wolkersdorf sein, konkrete Lösungsansätze auszuwählen, die für die regionale Situation in Wolkersdorf die meiste Relevanz besitzen, und diese soweit aufzubereiten, dass Projekte entstehen können. Die Gruppe sollte sich mit diesen Projekten identifizieren und sie an die verantwortlichen Stellen herantragen, damit eine Chance auf Umsetzung besteht.

 

 

 


Regionale Fachkonferenz "Profitiert Standortentwicklung von Gender Mainstreaming" 22. November 2006

Die eintägige Tagung gab Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung bieten. ExpertInnen aus Verwaltung, Planung, Praxis, Wissenschaft & Forschung sollen die unterschiedlichen Aspekte gleichstellungsorientierter Standortentwicklung wie Wirtschaftspolitik, Regionalentwicklung, räumliche Planung etc. beleuchten.
Die vorliegenden Arbeiten und Ergebnisse des niederösterreichischen GenderAlp! Projekts (  Präsentation) wurden einer breiten Fachöffentlichkeit präsentiert. Im Mittelpunkt standen die Vorteile, die eine an Gleichstellung orientierte Planung allen Beteiligten bringen kann, sowie Wirtschaftsparkts und deren Möglichkeiten und Grenzen, in einer Region Chancengleichheit für Frauen und Männer zu erreichen.

Ergänz wurde der niederösterreichische Schwerpunkt von Fach-Inputs der GenderAlp! PartnerInnen:

  •   Heidrun Wankiewicz
    GenderAlp! als Gesamtprojekt
  •   BOKU
    Umsetzung von Gender Mainstreaming in der räumlichen Entwicklung
  •   Christine Itzlinger
    Gender Mainstreaming und Standortentwicklung - Salzburger Teilprojekt "Wohnen und Arbeiten für Frauen und Männer in Salzburg"
  •   Barbara Zibell
    Standortentwicklung aus Gendersicht - Zur Zukunft der Wirtschaftsparks in Niederösterreich
  •   Doris Hagspiel 
    Gendersensible Regionalentwicklung im ländlichen Raum

In 2 anschliessenden Workshops  wurden die Themen vertieft (  Präsentation zur Einführung in Workshops):

  •   Zusammenfassung Workshop 1 mit Elisabeth Aufhauser
    Schafft Standortentwicklung über Wirtschaftsparkts Männer(stand-)orte?
  •   Zusammenfassung Workshop 2 mit Brigitta Hemmelmeier-Händel
    Erzeugt Standortentwicklung über Wirtschaftsparks attraktive Beschäftigungsorte?

In der weiterführenden Aufarbeitung der Ergebnisse der Fachtagung wurden Handlungsempfehlungen für die unterschiedlichen Zielgruppen des Projekts formuliert:

 

 

 

 


Präsentation der Toolboxen

Die Ergebnisse des niederösterreichischen Projekts GenderAlp! – Chancengleich in Wirtschaftsparks sollen in sogenannten Toolboxen und -kits zusammengefasst werden:

  • Toolbox 1. Geschlechtersensible Analyse regionaler Wettbewerbsstrukturen
  • Toolbox 2. Gender Mainstreaming in der überörtlichen Raumplanung und in der regionalen Wirtschaftsförderung
  • Toolbox 3. Gender Mainstreaming in der örtlichen Raumplanung (ÖEK, FWP)
  • Toolbox 4. Gender Mainstreaming in der Bebauungs- und Freiraumplanung (BP)
  • Toolbox 5. Gender Mainstreaming in der Objekt- und Freiraumgestaltung im Außenbereich
  • Toolbox 6. Gender Mainstreaming in der Standortvermarktung
  • Toolbox 7. Gendersensible Begleitung betrieblicher Ansiedlungsprozesse
  • Toolbox 8. Gendersensibles Management von Wirtschaftsparks
  • Toolkit 1. Gestaltung von Planungsprozessen und die Geschlechterspezifik von Standortentwicklung
  • Toolkit 2. Moderation von Gender Mainstreaming Prozessen in der Standortentwicklung

Aktuelles

We proudly present ... den Abschlussbericht des Projekts GenderAlp!

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